- Ab Beaufort 3 (12–19 km/h) lohnt sich die erste Session – für Einsteiger mit großem Board
- Idealer Wind für Fortgeschrittene: Beaufort 4–5 (20–38 km/h)
- Ab Beaufort 6 (39–49 km/h): nur für Erfahrene mit kleinem Material
- Böen können 30–50% stärker sein als der Mittelwind – immer Böen-Wert checken
„Wie viel Wind brauche ich zum Windsurfen?“ – eine der häufigsten Fragen von Einsteigern. Die Antwort hängt von deinem Level, deiner Ausrüstung und dem Spot ab. Maja erklärt die Beaufort-Skala praxisnah und zeigt dir wann sich die Session wirklich lohnt.
Die Beaufort-Skala für Windsurfer
| Bft | km/h | Bezeichnung | Segel (75 kg) | Für wen? |
|---|---|---|---|---|
| 1–2 | <12 | Schwacher Wind | 9+ m² | ❌ Kaum surfbar |
| 3 | 12–19 | Schwache Brise | 8–9 m² | ✅ Einsteiger (großes Board) |
| 4 | 20–28 | Mäßige Brise | 7–8 m² | ✅✅ Alle Level, erstes Planing |
| 5 | 29–38 | Frische Brise | 5.5–7 m² | ✅✅✅ Bester Freeride-Wind |
| 6 | 39–49 | Starker Wind | 4–5.5 m² | ⚠️ Fortgeschrittene |
| 7 | 50–61 | Steifer Wind | 3–4 m² | ⚠️⚠️ Nur Experten |
| 8+ | >62 | Sturm | Stürmsegel | ❌ Gefährlich |
Segel-Faustformel nach Körpergewicht
Die Segelgröße hängt von Windstärke UND Körpergewicht ab. Einfache Formel für Beaufort 4–5:
- Unter 60 kg: Gewicht ÷ 10 + 0,5 = Segelgröße (z.B. 55 kg → 6,0 m²)
- 60–80 kg: Gewicht ÷ 10 + 1,0 = Segelgröße (z.B. 70 kg → 8,0 m² bei Bft 4)
- Über 80 kg: Gewicht ÷ 10 + 1,5 = Segelgröße (z.B. 90 kg → 10,5 m² bei Bft 3)
Pro Beaufort-Stufe mehr: ca. 1 m² weniger Segel. Bei Böen: Segel 0,5–1 m² kleiner wählen als der Mittelwind es vermuten lässt.
Böen: Der unterschätzte Faktor
Der Mittelwind ist eine Durchschnittszahl – Böen können 30–50% darüber liegen. Bei Beaufort 5 (35 km/h Mittel) können Böen bis 50–55 km/h auftreten. Das entspricht Beaufort 6–7. Deshalb: Immer den Böenwert checken, nicht nur den Mittelwind. Windfinder zeigt Böen immer separat an – das ist der wichtigste Wert für die Materialwahl.
Windrichtung: Wann ist es sicher?
Wind weht parallel zum oder vom Strand weg – ideal. Du kannst immer zurück.
Wind weht zum Strand – du treibst immer ans Ufer zurück. Für Einsteiger ok, für Welle gut.
Wind weht vom Strand aufs Meer – gefährlich! Bei Material-Panne treibst du raus. Nur mit Rettungsboot.
Fazit: Beaufort 4–5 ist der Sweet Spot
Für die meisten Windsurfer ist Beaufort 4–5 der perfekte Wind: genug Zug für Planing, nicht so stark dass es unkontrollierbar wird. Unter Beaufort 3 frustriert die Flaute, über Beaufort 6 wird es für Nicht-Experten gefährlich. Und: Immer den Böenwert checken – der entscheidet über die richtige Segelgröße.