- Extreme Bedingungen am 'Big Wednesday' mit 40 bis 50 Knoten Wind und masthohen Wellen in Balevullin.
- Miguel Chapuis gewinnt das spanische Herrenfinale gegen Marino Gil Gherardi und sichert sich das Tiree-Schwert.
- Überraschendes Aus für die Favoriten Marc Paré und Philip Köster vor dem Finale; Paré holt noch Rang drei.
- Izzy Adcock triumphiert bei den Damen mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,24 Punkten vor Frida Miron.
Was für ein Abschluss bei der Tiree Wave Classic 2026! Der Finaltag, der bereits als ‚Big Wednesday‘ in die Eventgeschichte eingeht, bot in Balevullin an der Westküste der schottischen Insel Tiree absolute Extrembedingungen. Bei brutalen 40 bis 50 Knoten Wind und masthohen Brechern mussten die Fahrerinnen und Fahrer ihr gesamtes Können abrufen, um in den anspruchsvollen Bedingungen zu bestehen. Am Ende durften Miguel Chapuis bei den Herren und Izzy Adcock bei den Damen ganz oben auf dem Podium jubeln.
Spaniens Triumph und das traditionelle Tiree-Schwert
Im Feld der Herren kam es zu handfesten Überraschungen, denn die topgesetzten Führenden der Weltrangliste, Marc Paré und Philip Köster, mussten sich unerwartet bereits vor dem Finale geschlagen geben. Dennoch blieb Marc Paré nicht mit leeren Händen zurück: Im kleinen Finale behauptete er sich gegen den britischen Routinier Ben Proffitt und sicherte sich damit den dritten Rang auf dem Podest.
Das große Finale wurde schließlich zu einer rein spanischen Angelegenheit. Der 25-jährige Miguel Chapuis zeigte eine herausragende Leistung im direkten Duell mit Marino Gil Gherardi. Chapuis setzte sich durch, machte den Gesamtsieg perfekt und durfte als Belohnung das traditionelle Tiree-Schwert in Empfang nehmen.
Herzschlagfinale bei den Damen mit Comeback-Sieg
Auch die Entscheidung bei den Damen hielt die Zuschauer bis zur letzten Sekunde in Atem. Frida Miron schien lange Zeit auf der Siegerstraße zu sein, nachdem sie mit starken 7,22 Punkten die höchste Einzelwellen-Wertung des gesamten Finales verbuchen konnte. Doch die Britin Izzy Adcock gab sich nicht geschlagen und startete einen dramatischen Endspurt.
Mit einem Manöver in allerletzter Sekunde drehte Adcock das Finale zu ihren Gunsten. Das Urteil der Judges fiel denkbar knapp aus: Mit 11,46 zu 11,22 Punkten holte Adcock den Sieg mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur 0,24 Punkten vor Frida Miron. Den Erfolg der Familie Miron machte Fridas Schwester Emma perfekt, die sich den dritten Platz auf dem Podium vor der früheren Siegerin Cori McFarlane erkämpfte.
Quelle: Windsurfers.de